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Motivation und Kurzbeschreibung

Das Funkspektrum ist eine technische Ressource, wie z.B. Gas, Strom oder Wasser. Sämtliche drahtlosen Anwendungen und Dienste, wie z.B. Radar, Rundfunk, Mobilfunk, Konferenzsysteme und drahtlose Produktionsmittel, greifen auf das Funkspektrum als gemeinsames und grundlegendes Übertragungsmedium zu. Das Funkspektrum ist eine Ressource, die nicht vermehrt werden kann, sondern es kann nur eine Änderung der Zuteilung und/oder Nutzung von Teilbereichen des Funkspektrums erfolgen. Die bedarfsorientierte Regulierung der Zuteilungen, deren effiziente Nutzung und die Gewährleistung der Betriebssicherheit bzw. der hohen Zuverlässigkeit für die Übertragungen im Funkspektrum sind die wesentlichen Ziele für die Regulierungsinstitutionen, die Veranstalter und die Industrie.

Das Projekt greift die Aufgabenstellung der Verbesserung der Frequenznutzung und der Koexistenz mit Blick auf Systeme der drahtlosen Veranstaltungs- und Produktionsmittel sowie der Konferenztechnik (PMSE), des Mobilfunks und des Rundfunks auf. PMSE Systeme umfassen Audioübertragungssysteme, wie z.B. Mikrofone, In-Ear-Monitore, aber insbesondere im Veranstaltungs- und Produktionsbereich auch Systeme für Anwendungen, wie Videoübertragungen und Scheinwerfer- bzw. Lichtsteuerungen.

Ziele

Wesentliches Ziel des hier vorgestellten Vorhabens ist die Erarbeitung von Lösungen zur effizienten Frequenzkoordinierung und -nutzung von drahtlosen Produktionsmitteln und Konferenzsystemen (Abkürzung: PMSE, engl. Program Making Special Event) im UHF Band, von 300 bis 3000 MHz, unter Gewährleistung der Betriebssicherheit von PMSE bei hoher Dienstgüte und unter Berücksichtigung der Koexistenz mit Systemen des Rundfunks (z.B. DVB-T/T2) und des Mobilfunks (z.B. LTE, ECMA 392, IEEE 802.11af).

Zentraler Beitrag des IKT im C-PMSE Verbundprojekt ist die Entwicklung und die Evaluierung kognitiver Verfahren zum Ressourcenmanagement und zur Adaption der Übertragungsstrecken, um den störungsfreien und effizienten Betrieb von C-PMSE im UHF Band sicherzustellen.

Im Rahmen des Projektes wird das IKT mit der Entwicklung und Evaluierung angewandter Algorithmen zur Kontexterfassung, sowie mit dem Entwurf und der Bewertung kognitiver Verfahren zur Frequenzkoordinierung und optimierten Ressourcenauswahl beitragen.

Zur Kontexterfassung wird das IKT mit Algorithmen zur Signaldetektion und Signalklassifikation beitragen. Hierdurch wird die Detektion von Interferenzquellen (z.B. Mobilfunksysteme, Funk- und Radarsysteme, WSD oder andere PMSE) und deren Funkspektrumbelegung ermöglicht. Die Algorithmen zur Signalklassifikation erlauben die Einordnung und Einschätzung der Signale anhand von Detektions- und Parameterschätzergebnissen, a priori Kenntnissen aus Datenbanken und bekanntem zeitlichen oder spektralen Verhaltens. Letztlich ermöglicht dies auch eine Abschätzung des Langzeitverhaltens.

Beteiligte Partner

  • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
  • eesy-id GmbH
  • Institut für Rundfunktechnik GmbH
  • RFmondial GmbH
  • Robert Bosch GmbH
  • Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg
  • Ruhr Universität Bochum
  • wiseSense GmbH